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poliert.

Glossar

A

AD 2000-Merkblatt W 0

Regelwerk für die Herstellung von metallischen Werkstoffen die im Druckbehälterbau eingesetzt werden.

AD 2000-Merkblatt W 2

Regelwerk für austenitische und austenitsch-ferritische Stähle für die Verwendung zum Bau von Druckbehältern.

AD 2000-Merkblatt W 10

Regelwerk für metallische Werkstoffe die im Bau von Druckbehältern mit einer Temperatur von unter -10 Grad C angesetzt werden.

B

Biegefähigkeit von Edelstahlrohren

Kein klar definierter Begriff, von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B. Abmessung, Biegeradius, Abstimmung Biegedorn und Innendurchmesser des Rohres, technische Biegemöglichkeiten, evtl. Positionierung der Schweißnaht in der neutralen Zone. Bei einem Radius unter 2,5 x AD sollte immer besser ein geglühtes Rohr genommen werden.

Bramme

kompakter Block aus Rohstahl nach dem Gießprozess. Vorprodukt für die Erzeugung von Warmband.

Bundgrößen von Edelstahlrohren

Von Werk zu Werk unterschiedlich, es gibt keinen einheitlichen Standard.

C

Coils

Aus Brammen ausgerollt bzw. geformtes Bandmaterial. Coils werden gespalten um aus den Streifen z.B. längsnahtgeschweißte Edelstahlrohre herzustellen.

D

Dichtheit von Edelstahlrohren

Leitungsrohre sind generell auf Dichtheit geprüft. In der Vergangenheit erfolgte diese Prüfung mit Kaltwasserprobedruck von 50 bar oder mit Luft unter Wasser 6 bar. Heute prüfen alle Schweißrohrwerke mittels Wirbelstromprüfung nach EN 10893-2 (war EN 10246-3 bzw. SEP 1914) in Linie und Dichtheitsprüfung nach 10893-1 (war EN 10246-2 bzw. SEP 1925) außerhalb der Linie. Auf Wunsch können wir bei Neufertigung eine zusätzliche Dichtheitsprüfung mit 6 bar Luft unter Wasser durchführen. Konstruktionsrohre sind grundsätzlich nicht auf Dichtheit geprüft!

Druckbeständigkeit von Edelstahlrohren

Abhängig vom Werkstoff, Abmessung und Temperatur. Berechnung erfolgt nach der DIN 2413.
Im Bereich Service auf unserer Website finden Sie einen Rechner zur Ermittlung des maximal zulässigen Innendruckes.

Duplex Stähle

Stähle mit hoher Korrosionsbeständigkeit. Die Eigenschaften dieser Stähle liegen zwischen den austenitischen und ferritischen Stählen. Besser beständig gegen Spannungsrisskorrosion als Austenite mit deutlich höheren Festigkeiten. Standard Werkstoff Nr. 1.4462, deckt ca. 80% des Bedarfs. Mager (Lean) Duplex Werkstoff Nr. 1.4362 ohne Molybdän, daher deutlich preiswerter. Ausführliche Informationen unter www.edelstahl-rostfrei.de: Praktischer Leitfaden für die Verwendung von Duplex Stählen.

E

Elektropolieren

Elektrochemische Behandlung der Oberflächen zum Zweck einer sehr glatten Oberfläche. Spitzen werden abgetragen, Täler gefüllt. Besonders wichtig aus hygienischen Gründen. Vielfach werden diese Oberflächen in der Pharmaindustrie eingesetzt. Bei warmgewalzten Oberflächen oder Oberflächen mit Beschädigungen, Kratzern oder Riefen muss eine Vorbehandlung erfolgen, z.B. mechanische Polierung. Titan stabilisierte Werkstoffe (Werkstoff Nr. 1.4541, 1.4571 ) sind nur bedingt elektropolierfähig.

Entgratung von Edelstahlrohren

Schleifen, bürstenentgraten oder spanabhebend mit Fase. Bei den Rohrwerken in der Regel durch manuelles Schleifen. Profilrohre werden niemals entgratet! Kurze Fixlängen unter 100 mm werden häufig durch Trovalisieren entgratet.

EN 10217-7

Qualitätsnorm für geschweißte Rundrohre mit besonderen Anforderungen (Leitungsrohre). Alte DIN 17457.

EN 10296-2

Qualitätsnorm für geschweißte Rundrohre ohne besondere Anforderungen. Alte DIN 17455.

EN ISO 1127

Maßnorm für Edelstahlrohre nahtlos und geschweißt (Ersatz für DIN 2462 bzw. 2463).

F

Färben von Edelstahl

Mittels eines elektrochemischen Prozesses wird die transparente Passivschicht der Oberfläche verändert, aufgebaut. Es werden keine Farbstoffe aufgetragen. Es wird der sogenannte Interferenz-Effekt genutzt. In Abhängigkeit von der vorhandenen Oberfläche, der Dicke der aufgebrachten Passivschicht, von der Zusammensetzung des Lichtspektrums und vom Blickwinkel des Betrachters ergeben sich unterschiedliche Farbwirkungen. Gefärbte Oberflächen altern nicht, sie bleichen nicht aus und sie blättern auch nicht ab.

Fixlängentoleranz

Abhängig vom Außendurchmesser, Länge und Lieferwerk. Für Wärmetauscher in der Regel bei -0/+3 mm für Längen unter 4.000 mm ansonsten -0/+10 mm.

Folieren von Rohren

Die geschliffene oder polierte Oberfläche wird mit einer Schutzfolie von ca. 100 my abgeklebt. Dadurch ist die Oberfläche für die weitere Verarbeitung, z.B. Sägen, Bohren, Biegen etc. geschützt. Aufwendige Nacharbeiten entfallen.

G

Getränkeleitungsrohre

Nach EN 10357 (früher: DIN 11850) gefertigte geschweißte Edelstahlrohre für die Nahrungsmittelindustrie. Besondere Abmessungsreihe, spezielle Toleranzen, nur aus Kaltband gefertigt, mit innen glatter Naht.

BC geglüht
BD geglüht, außen geschliffen
CC nicht geglüht
CD nicht geglüht, außen geschliffen

Innenoberfläche: Rautiefe gemessen in Ra mit max. 0,8 my Basismaterial, 1,6 my im Bereich der Schweißnaht.
Aus Neufertigung ist eine Rauigkeit von innen und außen von Ra 0,8 my sowohl für das Basismaterial als auch für die Schweißnaht möglich.

Geradheit von Edelstahlrohren

Die Abweichung von der Geraden ist abhängig von der Abmessung und der Herstellungslänge, geregelt in der EN ISO 1127 , Angabe in mm bezogen auf 1 m Erzeugnislänge.

Gewichte von Edelstahlrohren

Werden nach folgender Formel berechnet:

Rundrohre: (AD – Wand) x Wand x 0,02504
Vierkantrohre: ((AD1 + AD2) / 2 * 1,30) – Wand ) x Wand x 0,02504

 

Gezogene Edelstahlrohre

Nach dem Schweißen können Rohre entweder nur durch eine Matritze (Änderung des Außendurchmessers) oder auch über einen Dorn (Änderung des Innendurchmessers) oder beides gezogen werden. Dadurch können wesentlich engere Toleranzen gegenüber dem geschweißt kalibrierten Rohr erreicht werden. Wenn Rohre mehrfach kaltnachgezogen werden (Ausführung L1 oder L2) mit mindestens 25 Prozent Kaltumformung, wird dadurch die Oberfläche und die Struktur des Materials verändert. In der Regel müssen die Rohre zwischengeglüht werden.

Glühung (Wärmebehandlung)

Austenitische Werkstoffe werden bei ca. 1.050 Grad Celsius geglüht. Wichtig sind dabei entsprechende Haltezeiten sowie Abkühlung durch Luft oder Wasser. Es gibt folgende vier Glühverfahren:

Offline Glühen unter Atmosphäre mit anschließendem Beizen
Offline Blankglühen unter Schutzgas
Inline Induktionsglühen unter Atmosphäre mit anschließenden Beizen
Inline Induktionsblankglühen unter Schutzgas

Eine Offline Glühung bringt in der Regel bessere Ergebnisse weil die Glühzeit länger ist. Bei Inline Glühen beträgt die reine Glühstrecke ca. 800 bis 1.000 mm, die Abkühlstrecke ca. 1.500 bis 3.000 mm. Außerdem kann bei geglühten Rohren die Schweißgeschwindigkeit reduziert werden – und somit auch die Haltezeit beim Glühen. Beispiele: 25 x 1,5 mm: Schweißgeschwindigkeit ungeglüht 3,5-4 m/min; geglüht max. 2 m/min 38 x 2,0 mm: Schweißgeschwindigkeit ungeglüht 3 m/min; geglüht max. 1,8 m/min Vorteil Blankglühen Inline: preiswerter und schneller gegenüber Offline. Bei der Offline Glühung muss in der Regel ein anschließendes Richten erfolgen.

H

Herstellungslängen

Unterschiedlich nach Produkten, hier eine Übersicht

geschweißte Edelstahlrohre 6 m
nahtlose Edelstahlrohre 4 – 7 m
Flachstahl vom Band 4 m
Flachstahl gewalzt 4 – 6 m
Rundstahl gezogen 3 m, teilweise 6 m

Aus Neufertigung teilweise bis zu 15 m möglich (Rohre).

Hitzbeständigkeit

Edelstahl-rostfrei ist hitzebeständig.

Werkstoff beständig bis ca.
1.4301 450 Grad Celsius
1.4404 450 Grad Celsius
1.4509 800 Grad Celsius
1.4541 800 Grad Celsius
1.4571 800 Grad Celsius
1.4720 800 Grad Celsius
1.4724 850 Grad Celsius
1.4821 1.100 Grad Celsius
1.4828 1.000 Grad Celsius
1.4841 1.150 Grad Celsius

 

I

Informationsstelle Edelstahl-rostfrei (ISER)

Eine Gemeinschaftsorganisation von Unternehmen aus der Herstellung, Ver- und Bearbeitung, Lagerung von Edelstahl-Produkten. Die ISER informiert firmenneutral über Anwendungen und Eigenschaften des Werkstoffes Edelstahl rostfrei. Es gibt eine große Fülle von Informationsschriften, siehe: www.edelstahl-rostfrei.de

Innenschleifen von Edelstahlrohren

Nahtlose Rohre:

Innendurchmesser Maximal mögliche Länge
10 – 20 mm 1 m
21 – 25 mm 2 m
26 – 32,9 mm 3 m
>= 33,0 mm 6 m

Geschweißte Rohre:

Innendurchmesser Maximal mögliche Länge
10 – 32,9 mm 1 m
>= 33,0 mm 6 m

 

Inox

Bezeichnung für Edelstahl rostfrei im romanisch sprachigen Raum

Innendurchmesser bei Edelstahlrohren

Errechnet sich aus AD unter Berücksichtigung der Toleranzklasse minus 2 x Wandstärke, ebenfalls mit Berücksichtigung der Wandstärkentoleranz. Der Innendurchmesser kann nur bedingt beeinflusst werden durch entsprechende Einstellungen der Rollen auf den AD. In besonderen Fällen kann eine Prüfung und Justierung bei dem Anfahren der Maschine erfolgen mittels eines Lehrdorns.

Innenhochdruck-Umformung (IHU)

Sehr innovatives Verfahren Material umzuformen. Dazu wird das Werkstück in einem geschlossenen Werkzeug durch Druck einer Flüssigkeit in eine vorgegebene Form gepresst.

ISO 9001

Norm für die Qualitätssicherung der Hersteller und des Handels.

J

 

K

Kalibrieren

Auf Maß bringen. Geschieht bei Edelstahlrohren durch die letzten Rollensätze. Hier wird das Produkt auf das entgültige Maß gebracht. Durch diesen Prozess erfolgt eine leichte Verfestigung der Oberfläche.

Kaltwalzen

Umformverfahren von Warmband zu Kaltband. Das Material wird im Walzgerüst durch Druck zwischen den Rollen auf das gewünschte Maß reduziert. Nach dem Walzen ist ein Glühen notwendig.

Kantenradius (außen) bei Profilrohren

 

Wandstärke Kantenradius
bis 2,0 mm 1,2 x s +/- 20%
2,1 bis 2,5 mm 1,5 x s +/- 20%
2,6 bis 4,0 mm 2,0 x s +/- 20%
4,1 bis 6,0 mm 2,5 x s +/- 20%
6,1 bis 8,0 mm 3,0 x s +/- 20%
ab 8,1 mm 3,5 x s +/- 20%
(s = Wandstärke)

 

Kontaktkorrosion

Entsteht wenn Edelstahl mit Normalstahl in Berührung kommt.

Korngrößen

Bei sehr starken Verformungen hilft eine niedrige Korngröße z.B. max. 5 nach ASTM, das Rohr besser zu verformen. Diese kleinen Korngrößen sind aber nur erreichbar bei Offline Glühung oder bei nachgezogenen Rohren.

L

Laser-Schweißen

Bei der Herstellung von geschweißten Edelstahlrohren hat die Laserschweißung die tradionelle TIG/WIG Schweißung in den letzten Jahren kontinuierlich verdrängt.
Vor allem die großen europäischen Rohrwerke haben fast komplett auf Laser Schweißung umgestellt, nur einige kleinere bzw. mittelgroße Firmen verwenden heute noch teilweise die TIG/WIG Schweißung.
Für das Laser-Schweißen spricht: die sehr schmale Schweißnaht (ca. 50 % schmalere Naht gegenüber TIG/WIG) die geringere wärmebeeinflusste Zone, geringe Schweißnahthöhe bei Wandstärken > 2 mm (max. 0,2 mm).

Legierungszuschlag

Wird wegen der stark schwankenden Preise der Legierungselemente im Anhängeverfahren berechnet. Ein gewisser Wert ist in die Grundpreise eingerechnet, Veränderungen werden monatlich angeglichen, auf der Basis der Durchschnittswerte der letzten vier Wochen.

M

Markierung bei Edelstahlrohren

Leitungsrohre sind grundsätzlich markiert mit Informationen über: Außendurchmesser, Wandstärke, Werkstoff Nr., Herstellerzeichen, Charge, Ausführung (geglüht oder nicht), Nahtglättung (geglättet oder nicht), Zeichen des Werkssachverständigen, evtl. interne Kürzel des Herstellers, Prüfklasse. Konstruktionsohre können gekennzeichnet sein.

Magnetisierbarkeit

Austenitische Edelstähle sind nicht 100% antimagnetisch. Es verbleibt durch die Schweißung und Umformung ein Restmagnetismus (Permeabilität). Bei Profilrohren erfolgt eine starke Verformung, dadurch sind diese Rohre vor allem im Kantenbereich magnetisch. Bei geglühten Material und bei niedrigerem Kohlenstoff-Gehalt (Werkstoff Nr. 1.4306 bzw. 1.4307) sind diese Restwerte geringer.

N

Netzschlauchverpackung

Wird bei Rohren und Rundstählen angewandt um die meist geschliffenen Oberflächen sicher zu schützen.

Nickelbasislegierungen

Sammelbezeichnung für einige Legierungen die aus Nickel und anderen Metallen bestehen und sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit auszeichnen.

O

Oberflächen

Gebürstet: Rohre werden bei der Produktion in Linie mit Textilbürsten behandelt, dadurch erhalten die Rohre ein hellglänzende Oberfläche (italienisch: spazzolato). Geschliffen: Angabe in Korngrößen, z.B. Korn 180, 240, 320, 400 – 800. Standard sind Korn 240/320. Rautiefe bei Korn 320 Ra 0,3 – 0,5 my. Profilrohre werden in Längsrichtung geschliffen ohne die Radien. Rundrohre radial geschliffen. In Sonderfällen auch in Längsrichtung. Gebeizt: In der Regel im Vollbad, Oberfläche immer unterschiedlich abhängig vom Vormaterial (Warm- oder Kaltband), Beizverfahren, -dauer und- temperatur. Hochglanzpoliert: Sehr glatte Oberfläche, Grundlage ist ein Feinschliff von mindestens Korn 500. Rauhigkeit Ra 0,1 – 0,2 my. Strahlen: Durch Sand oder Glas. Raut die Oberfläche in der Regel auf, bis zu Ra 200 my, gleichmäßiges Aussehen. Orangenhaut: Damit wird die beim Biegen von Rohren entstehende raue Oberfläche bezeichnet. Ursache ist häufig: warmgewalztes Vormaterial und zu grobes Korn.

P

Passivschicht

Aufgrund der Legierungsbestandteile bildet sich an der Oberfläche eine sogenannte Passivschicht. Diese Schicht ist nur ca. 10 Nanometer stark. Bei Verletzung der Oberfläche bildet sich sofort eine neue transparente Schicht. Diese Passivschicht sorgt dafür, daß Edelstahl nicht korrodiert und auch noch nach Jahrzehnten seine blanke rostfreie Oberfläche behält.

Profilrohre, Quadrat- und Rechtrohre

In der Regel werden diese aus Rundrohren gefertigt. Das Rundrohr wird mittels eines Walzengerüstes/Türkenkopfes ins Vierkant verformt. Größere Abmessungen über 100 mm Seitenlänge können auch direkt ins Vierkant profiliert werden. Schweißung: HF, TIG oder Laser. Bei HF Rohren ist die Innennaht nicht grundsätzlich geschabt (technisch erst ab 25 x 25 mm möglich).

Profilrohre, geschliffene Oberfläche

In der Regel sind nur die Flächen geschliffen. Bei großen und starkwandigen Rohren, z.B. 150 x 100 x 5,0 mm, fällt der ungeschliffenee Radius optisch auf. Auf Wunsch kann der Radius geschliffen werden.

Prüfbescheinigungen / Werkszeugnisse nach DIN EN 10204 (früher DIN 50049)

 

Werksbescheinigung 2.1 (Händlerbescheinigung)

Bescheinigung des Herstellers/Händlers mit der Bestätigung, daß die gelieferten Produkte den Vereinbarungen der Bestellung entsprechen, ohne Angabe von chemischer Analyse oder anderen Prüfergebnissen.

Werkszeugnis 2.2

Bescheinigung des Herstellers mit der Bestätigung, daß die gelieferten Produkte den Vereinbarungen der Bestellung entsprechen mit Angabe der chemischen Zusammensetzung und weiteren Ergebnissen nichtspezifischer Prüfungen.

Abnahmeprüfzeugnis 3.1 (früher 3.1B)

Bescheinigung des Herstellers mit der Bestätigung das die gelieferten Produkte den Vereinbarungen der Bestellung entsprechen mit Angabe von Prüfergebnissen. Die Prüfeinheit und die Durchführung der Prüfung sind in den Werkstoffspezifikationen, den amtlichen Vorschriften und technischen Regeln und/oder der Bestellung festgelegt. Diese Bescheinigung wird von einem von der Fertigungsabteilung unabhängigen Sachverständigen des Herstellers unterzeichnet (Werkssachverständiger). Der Hersteller darf in sein eigenes Prüfzeugnis Prüfergebnisse übernehmen, die auf der Grundlage spezifischer Prüfung des von ihm verwendeten Vormaterials ermittelt wurden unter der Voraussetzung, daß er Verfahren zur Sicherstellung der Rückführbarkeit anwendet und die entsprechenden Prüfberichte vorlegen kann.

Abnahmeprüfzeugnis 3.2 (früher 3.1A/C)

Das Abnahmeprüfzeugnis 3.2 wird aufgrund einer besonderen Vereinbarung sowohl von einem von der Fertigung unabhängigen Sachverständigen des Herstellers, als auch von dem vom Besteller beauftragten Sachverständigen (z.B. TÜV, oder Lloyds Register) oder dem in den amtlichen Vorschriften genannten Sachverständigen bestätigt. Der Hersteller darf in sein eigenes Prüfzeugnis Prüfergebnisse übernehmen, die auf der Grundlage spezifischer Prüfung des von ihm verwendeten Vormaterials ermittelt wurden unter der Voraussetzung, daß er Verfahren zur Sicherstellung der Rückführbarkeit anwendet und die entsprechenden Prüfberichte vorlegen kann.

Weitergabe von Zeugnissen

Händler müssen die Bescheinigung des Herstellers ohne Veränderung weitergeben. Anhand dieser Zeugnisse muss eine eindeutige Zuordnung der Produkte mit der Bescheinigung sichergestellt sein. Kopien der Originalbescheinigung sind zulässig unter der Voraussetzung, daß der Händler ein Verfahren zur Rückverfolgung anwendet.

Q

 

R

Rautiefe

Wird gemessen in my. mit einer Messstrecke von 4,8 mm. Wir unterscheiden Ra = Mittelwert, Rt = maximaler Wert.

Korngröße Rauhigkeit in Ra
180 3,0 bis 2,0
240 1,5 bis 1,0
320 0,8 bis 0,5
400 0,4 bis 0,3
600 0,25 bis 0,2
hochglanzpoliert 0,2 bis 0,08

 

Richten

Nach dem Glühen sind z.B. Rohre nicht immer gerade und müssen gerichtet werden. Kann bei zu straffen Einstellen der Werkzeuge zu spiralförmigen leichten Eindrücken der Oberfläche führen.

Röntgen oder Durchstrahlungsprüfung

Güteprüfung der Schweißnaht. Wird in der Regel bei geschweißten Rohren nur bei einzeln gefertigten Rohren mit starken Wandstärken angewandt.

RSH-Stähle

Rost-, säure- und hitzebeständige Stähle.

S

Sägen

Trennen von Rohren, durch Kreis-, Band-, oder Bügelsäge und durch Trennscheibe. Bei automatisch geschweißten Rohren erfolgt die Trennung meistens durch eine mitlaufende Säge. Problematisch ist das Trennen von großen Durchmessern mit dünnen Wandstärken und Rohren mit geschliffenen Oberflächen.

Schaben

Bei HF geschweißten Rohren wird die nach dem Schweißen stark erhöhte Schweißwulst spanabhebend entfernt. Besonders kritisch bei der Innennaht. Je nach Hersteller erst ab einem gewissen Innendurchmesser möglich. Definitiv kein Standard.

Schlauchverpackung

Geschliffene Oberflächen bei Rohren und Rundstählen werden nach dem Schleifen in eine Schlauchfolie verpackt um vor Beschädigungen zu schützen.

Schliffbild bei Rohren

Durch keine Norm festgelegt. Üblich ist die Angabe von Korngrößen z.B. Korn 240 oder 320 etc. Lediglich die Rauhigkeit kann mit einem Rauheitsprüfer gemessen werden, optisch sind aber von Werk zu Werk Unterschiede möglich, manchmal sogar innerhalb einer Charge. Optisch sind auch starke Abweichungen zwischen Längsschliff bei Blechen und Vierkantrohren und Radialschliff bei Rundrohren möglich.

Unvollkommenheiten in der geschliffenen Oberfläche gelten nur dann als Fehler, wenn sie mit dem unbewaffneten  Auge aus einer Entfernung ab einem Meter zu erkennen sind.

Schweißfaktor V1,0

Gütebewertung einer Schweißnaht. Der Schweißfaktor gibt das Verhältnis der Zugfestigkeit der Schweißnaht zur Zugfestigkeit des Grundwerkstoffes an. Entscheidend ist hierbei neben dem Schweißverfahren das Prüfverfahren zur Überprüfung der Naht. Es sind Faktoren zwischen V0,5 – V1,0 möglich. Schweißfaktor V1,0 bedeutet die zulässige Berechnungsspannung der Schweißnaht ist 100% gleich zum Grundmaterial.

Schweißverfahren

Die meist angewandten Verfahren sind: – HF (Hochfrequenz), – TIG/WIG (Schutzgasschweißen) und – Laser (Laserschweißen)

Schweißnaht, außen

Bei Edelstahlrohren in der Regel glatt durch Verschleifen (nur bei automatisch geschweißten Rohren möglich).

Schweißnaht, innen

Bei Edelstahlrohren abhängig von der Wandstärke, in der Regel beträgt die Erhöhung bei TIG/WIG Schweißung max. 10% der Wandstärke. Bei TIG/WIG geschweißten Rohren erfolgt ab einem Innendurchmesser von ca. 15 mm eine Glättung durch entsprechende Werkzeuge. Bei HF geschweißten Rohren kann die Erhöhung spanabhebend (geschabt) entfernt werden.

Schweißnaht, Lage bei Profilrohren

Abhängig vom Hersteller. In der Regel nah zur Mitte an einer der Seiten. Bei Rechteckrohren auf der großen Seite.

Seewasserbeständig

Werkstoff Nr. 1.4404 ist dazu am besten geeignet, mit möglichst glatter Oberfläche (poliert).

Sendzimir Gerüst

Benannt nach dem Erfinder Professor Sendzimir. Zum Kaltwalzen von breiten Bändern geeignet.

Stahleisenwerkstoffblatt (SEW 470)

Produktnorm für hochhitzebeständige Edelstahlrohre z.B. Werkstoff Nr. 1.4841 oder 1.4845.

Stranggießen

Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Brammen aus flüssigem Stahl.

T

Teleskopierbarkeit von Edelstahlrohren

Bei Rundrohren mit geglätteter Naht möglich, bei Profilrohren nur bei Rohren mit geschabter Naht oder bei TIG/WIG geschweißten Rohren.

TIG/WIG Schweißen

Schmelzschweißverfahren unter Schutzgas (Wolfram, englisch Tungsten), z.B. bei der Herstellung von geschweißten Edelstahlrohren.

Titanschlieren

Können beim Hochglanzpolieren von Rohren aus Werkstoff Nr. 1.4571 entstehen, wenn die entsprechende Erfahrung fehlt. Wir können auf Basis unseres Zulieferers diesen Effekt vermeiden. Beim Werkstoff Nr. 1.4404 gibt es diesen Effekt generell nicht.

Toleranzen, Maß-

Bei Rundrohren in der Regel nach EN ISO 1127, früher DIN 2463 , hier gibt es verschiedene Rohrklassen. Standard ist: Bis einschl. Außendurchmesser 28 mm D4, darüber bis einschl. 101,6 mm D3, ab 114,3 mm D2; Wandstärke in 99% aller Fälle immer T3 Ausnahmen: Getränkeleitungsrohre nach EN 10357 (früher: DIN 11850) sind enger toleriert, Wämetauscher nach DIN 28131, Molchfähige Rohrleitungen DIN 2430 sind ebenfalls enger toleriert. Profilrohre: Seitenlänge kleiner 100 mm +/- 1%, darüber +/-0,8% Winkligkeit: 90 Grad +/- 1 Grad (siehe Berechnungsmodell) Verdrallung: 2 mm + 0,5 mm/m Parallelität: konvex, konkav max. 0,8% , mind. 0,5 mm.

Trovalisieren

Entgratung von Kleinteilen. In einem Gefäß werden die Kleinteile zusammen mit kleinen Schleifsteinen nass über mehrere Stunden bewegt. Dadurch wird der Grat abgeschliffen. Die Teile erhalten dadurch überall kleine Eindrücke und eine milchige Oberfläche.

U

Übersicht alte DIN versus neue EN Normen

DIN (alt) EN (neu) Ausführungsart Oberfläche
17455 10296-2 Leitungsrohre ohne besondere Anforderungen
17457 10217-7 Leitungsrohre für Druckbeanspruchungen metallisch sauber
PK1 TC1 Prüfklasse 1 (ohne AD2000/W2)
PK2 TC2 Prüfklasse 2 (mit AD2000/W2)
d0 W0 Geschw. Rohe, nicht gebeizt, aus Warmband metallisch sauber
d0g W0b Geschw. Rohe, nicht gebeizt, aus Warmband, glatte Innennaht metallisch sauber
d1 W1 Geschw. Rohe, gebeizt, aus Warmband metallisch sauber
d1g W1b Geschw. Rohe, gebeizt, aus Warmband, glatte Innennaht metallisch sauber
d2 W1A Geschw. Rohe, wärmebehandelt, gebeizt, aus Warmband metallisch sauber
d2g W1Ab Geschw. Rohe, wärmebehandelt, gebeizt, aus Warmband, glatte Innennaht metallisch sauber
d3 W1R Geschw. Rohe, blankgeglüht, aus Warmband metallisch sauber
d3g W1Rb Geschw. Rohe, blankgeglüht, aus Warmband, glatte Innennaht metallisch sauber
k0 W0 Geschw. Rohe, nicht gebeizt, aus Kaltband metallisch sauber, glatter als d0
k0g W0b Geschw. Rohe, nicht gebeizt, aus Kaltband, glatte Innennaht metallisch sauber, glatter als d0
k1 W2 Geschw. Rohe, gebeizt, aus Kaltband metallisch sauber, glatter als d1 bis d3
k1g W2b Geschw. Rohe, gebeizt, aus Kaltband metallisch sauber, glatter als d1 bis d3
k2 W2A Geschw. Rohe, wärmebehandelt, gebeizt, aus Kaltband metallisch sauber, glatter als d1 bis d3
k2g W2Ab Geschw. Rohe, wärmebehandelt, gebeizt, aus Kaltband, glatte Innennaht metallisch sauber, glatter als d1 bis d3
k3 W2R Geschw. Rohe, blankgeglüht, aus Kaltband metallisch sauber, glatter als d1 bis d3
k3g W2Rb Geschw. Rohe, blankgeglüht, aus Kaltband, glatte Innennaht metallisch sauber, glatter als d1 bis d3
l0 fehlt Geschw. Rohe, wärmebehandelt, gebeizt oder blankgeglüht, aus Kaltband metallisch sauber, glatter als d1 bis d3
l1 WCA
Geschw. Rohe, wärmebehandelt, mind. 20% kaltverformt, Schweißnaht rekristallisiert, aus Warm- oder Kaltband
metallisch blank, Schweißnaht kaum erkennbar
l2 WCR
Geschw. Rohe, wärmebehandelt, mind. 20% kaltverformt, Schweißnaht rekristallisiert, aus Warm- oder Kaltband, glatte Innennaht
metallisch blank, Schweißnaht kaum erkennbar
o WG geschliffen Korngröße oder Ra vereinbaren
p WP poliert Güte und Art vereinbaren
g b geglättete Naht
SEP1914/10246-3 10893-2 Wirbelstromprüfung in Linie
SEP1925/10246-2 10893-1 Dichtheitsprüfung offline
10246-1 10893-6 bis 7 Röntgenprüfung
10246-9 10893-8 bis 12 Ultraschallprüfung
10028-7 Flacherzeugnisse Druckbehälterstähle
10288 Edelstahl Werkstoffe
3651-2
Prüfung auf interkristalline Korrosion
 11850 10357 Getränkeleistungsrohre

 

V

 

W

 

Wärmebeeinflusste Zone

Der Bereich bei geschweißten Rohren, der durch den Schweißprozess nicht geschmolzen wird, dessen Mikrostruktur aber durch den Schweißprozess beeinflusst wird.

Wärmebehandlung (Glühung)

Austenitische Werkstoffe werden bei ca. 1.050 Grad Celsius geglüht. Wichtig sind dabei entsprechende Haltezeiten sowie Abkühlung durch Luft oder Wasser. Es gibt folgende Glühverfahren:

Offline Glühen unter Atmosphäre mit anschließendem Beizen
Offline Blankglühen unter Schutzgas
Inline Induktionsglühen unter Atmosphäre mit anschließenden Beizen
Inline Induktionsblankglühen unter Schutzgas

Eine Offline Glühung bringt in der Regel bessere Ergebnisse weil Glühzeit länger. Bei Inline Glühen beträgt die reine Glühstrecke beträgt ca. 800 bis 1.000 mm, die Abkühlstrecke ca. 1.500 bis 3.000 mm. Außerdem kann bei geglühten Rohren die Schweißgeschwindigkeit reduziert werden – und somit auch die Haltezeit beim Glühen. Beispiele: 25 x 1,5 mm: Schweißgeschwindigkeit ungeglüht 3,5 – 4 m/min; geglüht max. 2 m/min 38 x 2,0 mm: Schweißgeschwindigkeit ungeglüht 3 m/min; geglüht max. 1,8 m/min Vorteil Blankglühen Inline: preiswerter und schneller gegenüber Offline. Bei der Offline Glühung muss in der Regel ein anschließendes Richten erfolgen.

Warmwalzen

Umformverfahren bei hohen Temperaturen. Die Bramme wird zu einem dünnen Warmbreitband umgeformt.

Werksabnahmezeugnissse

Nach DIN EN 10204 (früher DIN 50049)

WIG/TIG Schweißen

Schmelzschweißverfahren unter Schutzgas (Wolfram, englisch Tungsten) z.B. bei der Herstellung von geschweißten Edelstahlrohren.

Wirbelstromprüfung bei Edelstahlrohren

Elektromagnetisches Verfahren zur Überprüfung der Schweißnaht und somit als Dichtheitsprüfung. Heute prüfen alle Schweißrohrwerke mittels Wirbelstromprüfung nach EN 10893-2 (war EN 10246-3 bzw. SEP 1914) in Linie und Dichtheitsprüfung nach 10893-1 (war EN 10246-2 bzw. SEP 1925) außerhalb der Linie.

X

 

Y

 

Z